Das Leben und die Kultur der Ureinwohner in Galdar
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Die Cueva Pintada in Galdar
Geschichte
Bis zum Jahr 1873 lagen Geschichte und Kultur der Ureinwohner, der „Guanchen“ brach, da nur 200 von 20.000 Ureinwohnern bekehrt zum Christentum und von den Spaniern überwacht, auf der Insel weiterleben durften. Die restlichen Ureinwohner wurden gemordet oder als Sklaven in die neue und alte Welt verkauft.
„Agaldar“ war damals die Hauptstadt des Nordens, dort wurden wichtige religiöse Kultveranstaltungen und vor allem Inselversammlungen abgehalten. Es war der Sitz der „Guanartemes“, der Inselkönige.
Seitdem ist die „bemalte Höhle“ für Forscher und Archäologen aufgrund der dort gefundenen geometrischen Höhlenmalerei und der Einrichtungsgegenstände, Siegel und Gefäße von grosser Bedeutung. Man vermutet, da es sich um eine zwölfteilige Darstellung handelt, eine kultorientierte Darstellung des Kalenders der Guanchen. In einer Nebenhöhle fanden sich Mumien von hochgestellten Persönlichkeiten mit Grabbeigaben.
Erst hundert Jahre später, 1972 wurde der Komplex um die Cueva Pintada zum historischen Kulturdenkmal erklärt und für interessierte Besucher geöffnet. Nach der Eröffnung machten sich bald erste Anzeichen des Verfalls der Höhlenmalereien bemerkbar, so dass die Höhle 1982 wieder geschlossen werden musste.
Inzwischen zum historischen Archäologiepark erklärt, wurden in vierzehn weiteren Etappen auf einem Areal von 6000 qm weitere Ausgrabungen vorgenommen. Aufgrund der Funde stellte sich die Cueva Pintada als eines der wichtigsten Beispiele prähispanischer Siedlungen auf Gran Canaria heraus. Die bemalte Höhlenkammer ist umgeben von einer prähispanischen Ansiedlung von mehr als sechzig Häusern und künstlichen Höhlen. Entstanden war der Komplex zwischen dem 6. und 16.Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurde mit dem Terassenanbau begonnen und der Komplex als Bananen- und Zuckerrohrplantage genutzt.
Im Juli 2006 wurde der Komplex mit großem Aufwand fertiggestellt und wiedereröffnet.
Beim Rundgang ist vor allem der Höhlenkomplex um die Cueva Pintada interessant, die Höhle selbst liegt heute hinter Glas, um weitere Beschädigungen zu vermeiden. An verschiedenen Örtlichkeiten des Dorfes können Videos, auch in Deutsch, über Leben und Kultur der Guanchen betrachtet werden, durch den Rundgang führt ein virtueller roter Faden in Form von dreidimensionalen Filmen über die letzten Jahre der Guanchen.
Führungen Die deutsche Führung dauert ca. 1 ½ Stunden und findet Werktäglich außer montags ab 14.00 Uhr, Sonn- und Feiertags ab 15.00 Uhr statt, die spanische Führerin Elena spricht Deutsch mit nettem spanischen Akzent. Der Eintritt kostet 6 Euro, für Schüler, Studenten und Rentner gilt der ermäßigte Preis von 3 Euro.
Leider ist es nicht erlaubt, in der Ausstellung zu fotografieren, es gibt jedoch schon einen sehr ausführlichen, bebilderten Prospekt in Spanisch, Englisch und Deutsch.
Anfahrt Der Komplex „Cueva Pintada“ befindet sich direkt unterhalb der Altstadt von Galdar und ist gut beschildert und sehr leicht zu finden. Die Anfahrt erfolgt über die GC-2 von Las Palmas oder Agaete aus. Es empfiehlt sich jedoch eine Voranmeldung unter der Nummer 928 895746.
WebSite cuevapintada@grancanaria.com



