Sanfte Beobachtung der Meeresgiganten

Aus WikiCanarias

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Kanarenarchipel ist bekannt dafür, besonders vielfältigen Freizeitspaß zu bieten und dennoch nicht ganz in die Schiene des verachtenswerten Massentourismus zu verfallen. Wenn man auf den Kanaren nach einem Tag auf dem Meer trachtet oder einfach auf der Suche nach einem besonderen Abenteuer ist, fernab der Zivilisation, sollte man sich aufmachen und mit den Wellen des Atlantiks an einen besonderen Platz driften, dort, wo die Welt noch in Ordnung und das Wasser sauber ist.

Das Abenteuer Whalewatching boomt auf dem Archipel
Das Abenteuer Whalewatching boomt auf dem Archipel

Die schönste Art und Weise, den wilden Atlantik voll zu genießen liegt in der Betrachtung seiner größten Bewohner: der Wale und Delfine. Das Abenteuer Whalewatching boomt im Süden Teneriffas und macht es dem Besucher nicht immer leicht, die richtige Wahl zu treffen. Rund 30 Ausflugsboote fahren den gigantischen Meeressäugern fast täglich hinterher und nicht alle nehmen es mit dem Respekt vor den sensiblen Tieren so ernst, wie sie sollten.

Respekt und Rücksicht wahren

Delfine und Wale können in ihrer freien Wildbahn beobachtet werden und fühlen sich vom Menschen nicht gestört, solange Grundregeln des gemeinsamen Aufenthaltes gewährleistet werden. Die Grindwale, Tümmler, Schnabelwale und andere Arten leben dauerhaft vor der Küste von Los Gigantes und mit dem Besuch der Touristenboote – tagein, tagaus. Natur - und Umweltschützer fordern, dass die Anzahl der Boote eingeschränkt wird. Zudem soll die Einhaltung von Mindestabständen zu den Tieren vorgeschrieben jedoch in allen Whalewatching- Gebieten, dass die Walbeobachter sich dem Verhalten der Tiere anpassen und nicht umgekehrt. Das Beobachten von Meeressäugetieren ist ein Traum vieler Touristen, die sich wie besessen auf eine Sichtung einstellen, wenn auch weit und breit keinerlei Meeressäuger zu sehen sind. Das macht es den Anbietern dieser Ausflugsfahrten nicht gerade leicht. Ein seriöses Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass es Wale nicht hetzt und umkreist, sondern mit Vorsicht und Rücksicht an die Beobachtung herangeht. Abzulehnen sind auch Partyschiffe, die mit lautstarker Musik, Tanz und Unmengen von Sangria ein Fiesta-Publikum anziehen.

26 Arten zeigen sich um die Inselgruppe

Die Schattenseite der touristischen Walbeobachtung liegt in der Tatsache, dass die hochintelligenten Tiere bei lebenswichtigen Aktivitäten wie Fressen, Ruhen, Paarung oder Jungtieraufzucht gestört werden. Vor den Kanarenküsten werden Meeressäugern neben der ständigen Belagerung von Touristen auch noch militärische Übungen zugemutet, Hochseefischerei und Fährschiffe gehören zu ihrem täglichen Leben. Hier zeigen sich 26 der weltweit 86 Walarten jedes Jahr aufs Neue und zwar eher häufiger als noch vor wenigen Jahren. Vor allem zwischen Teneriffa und La Gomera tummeln sich die sympathischen Geschöpfe des Neptuns wie selten irgendwo anders im Atlantik. Jahr für Jahr nehmen etwa eine Million Touristen an Walbeobachtungstouren teil, die Hochsaison ist im Juli und August, berichtet Selia vom belgischen Anbieter Tropical Delfin im Hafen Colon in Playa Las Americas. Auf jeden Fall ist so ein Ausflug absolut empfehlenswert. Man sollte dafür aber einen Tag mit ruhigem Seegang aussuchen, denn ansonsten kann sich das Abenteuer schnell in ein unangenehmes Ereignis verwandeln./vivian heusserer Autorenkontakt über Impressum/redaktion

Persönliche Werkzeuge